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THEATER ERLANGEN Performing WARTEN AUF GODOT in THEATER POKOLENIY

June 9 and June 10, 2012 THEATER ERLANGEN (Germany) Performed WARTEN AUF GODOT in THEATER POKOLENIY

 

BESETZUNG

 

REGIE ... Katja Ott

BÜHNE & KOSTÜME ... Ulrike Schlemm

DRAMATURGIE ... Linda Best

MIT ... Werner Galas, Hermann Große-Berg, Robert Naumann, Horst Schily, Johann Voß

 

 

 

Das Spiel in zwei Akten WARTEN AUF GODOT hat den gebürtigen Iren und Literaturnobelpreisträger Samuel Beckett (1906– 1989) weltberühmt gemacht. Der Titel des 1953 in einem kleinen, mittlerweile geschlossenen Pariser Theater uraufgeführten Stückes ist längst zu einem geflügelten Wort geworden und das Stück ein moderner Klassiker. Tag für Tag warten zwei Männer unbestimmten Alters, die allenfalls als Vagabunden zu bezeichnen sind – Wladimir und Estragon – in einem Niemandsland auf einen gewissen Herrn Godot. Wladimir und Estragon haben nur noch eines: Zeit. Diese vertreiben sie sich mit Spielereien, Geschwätzigkeit und Witzeleien und fragen sich immer wieder, was sie an diesem Ort eigentlich wollen. Weder kennen sie Godot, noch wissen sie wann er kommt. Nur eines wissen sie ganz sicher: Godot ist ihre Rettung und ihn zu verpassen käme einer Katastrophe gleich. „Und wenn er kommt? – Sind wir gerettet.“ Sie reden, streiten und können sich nicht einigen, ob sie aufbrechen, bleiben oder sich das Leben nehmen sollen. Während sie warten, bekommen sie Besuch von einem weiteren Paar: Pozzo und Lucky, ein peitschenschwingender Herr und sein Sklave, den er am Strick mit sich führt. Die ewig Wartenden treffen auf die ewig Wandernden. Pozzo und Lucky sind nicht Godot, aber sie vertreiben Wladimir und Estragon die Zeit. Doch an der Unveränderlichkeit der Situation und an dem Stillstand der Zeit kann auch das Wander-Paar nichts ändern.

 

WARTEN AUF GODOT hat wie nur wenige Stücke das Theater des 20. Jahrhunderts verändert. Es ist ein komödiantisches Spiel und zugleich eine bittere Parabel über zwei Menschen in der Warteschleife. Ein immer währender Kampf gegen die Langeweile des Daseins, den Kampf gegen das Schweigen, die Hoffnung auf Veränderung und eine melancholische Nabelschau. Samuel Beckett selbst antwortete, als man ihn fragte, wer oder was Godot sei: „Wenn ich das wüsste, hätte ich es im Stück gesagt.“

 

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